speedway 66

Bei einem vorweihnachtlichen Spaziergang im Dezember 2009 sah ich Sie im Schaufenster eines Spielwarengeschäfts stehen. Eine Carrera GT Racers mit einer Spurlänge von 9,80 m und es kam wie es kommen musste. Am 24.12. lag die Carrera Rennbahn unter dem Christbaum. Interessehalber fing ich an den Feiertagen an zu Goggeln, um zu erfahren, welche Marken auf dem Rennbahn - Sektor im Maßstab 1:32 angeboten werden. Und zu meiner Überraschung waren es deutlich mehr als ich erwartet hatte. Für Slot Cars konnte ich mit ArrowSlot, Carrera, Fly, GOM, GSlot, HPI, Le Mans Miniatures,  LoveSpeed, MMK, MRRC, Mr. Slotcar, MSC Competition, Ninco, NSR, Octane, OriginalSlotCars, Ostorero, PinkKar, Pioneer, PowerSlot, ProSlot, PRS, Racer, ReproTec, Revell, Scaleauto, Scalextric, SCX, Sideways, SilverLine, SlotClassic, Sloter, Slot.it, Spirit, SRC, TeamSlot, TopSlot 37 Marken ausfindig machen. Und zu Dekozwecken wurden Figuren von Carrera, Frömter, MRRC und Scalextric angeboten. Auch Rennbahngebäude waren von einigen Herstellern zu finden. Bei meinen Recherchen stieß ich dann auf die italienische Webseite www.amazingslot.com. Von dieser Seite inspiriert, stand mein Ziel fest: Ich wollte eine Bahn bauen, die nach Fertigstellung die perfekte Kulisse für Modellrennbahn-Bilder bietet.  Die Planung begann. 8 qm standen mir für meine Carrera Rennbahn zur Verfügung. Mit einem Carrera Streckenplaner berechnete ich, welches Schienenmaterial noch zugekauft werden muss, um das Maximum an Spurlänge zu erreichen. Des weiteren integrierte ich noch von Carrera die Control Unit, das Driver Display, den Lap Counter, die Pit Lane und Zusatzeinspeisungen. Der nächste Weg führte mich in den Baumarkt. Spanplatten und Holzböcke wurden geholt und der Aufbau konnte jetzt beginnen. Da die Bahn ja möglichst real aussehen sollte und ich meine Slotcars in den Kurven natürlich auch driften lassen wollte, entschied ich mich die Schienenzwischenräume mit Sperrholzplatten auszufüllen. Die zugeschnittenen Platten habe ich dann Asphaltschwarz lackiert und verschraubt. Als nächstes habe ich die Gras- und Schottermatten der Fa. Noch zugeschnitten und auf die markierten Bereiche geklebt. Für den Untergrund im Boxenbereich  und Kontrolltower-Areal verwendete ich Schmiergelpapier aus dem Baumarkt. Ja, ja, die Besuche im Baumarkt brachten immer wieder neue Ideen mit sich. Rennbahngebäude kaufen oder selber bauen, daß war jetzt die nächste Frage. Von Carrera gibt es eine Tribüne, eine Boxengasse und einen Presseturm mit VIP-Etage. Doch kaufen kann jeder. Selbst ist der Mann. Meine Werkzeuge für die nächsten Monate hießen: Bleistift, Lineal, Radiergummi, Tesa Fotostripe, Cuttermesser, Schere und jede Menge Fotokarton. Dann hieß es aufzeichnen, ausmessen, falzen und zusammenkleben. Die Versuchung die Logos von Shell, Bridgestone, Dunlop, Pirelli, Nigrin, Liqui Moly, Gulf, Red Bull, BBS und H & R an meinen fertig gestellten Rennbahngebäuden anzubringen war groß.

Doch um mögliche Urheberrechtsverletzungen zu umgehen, habe ich mich entschieden, eigene Logos zu entwerfen. Nun galt es, die Bahn mit Leben zu erfüllen. Und es stellte sich die gleiche Frage wie bei den Rennbahngebäuden. Kaufen oder selbst gestalten? Das Angebot an Rennbahnfiguren im Maßstab 1:32 von Carrera, Revell und Scalextric war recht überschaubar. Um eigene Rennbahnfiguren auf meiner Strecke zu haben, habe ich mich deshalb für die unbemalten Figuren von MRRC entschieden.  Mittlerweile schmücken schon über 200 Stück meine Rennbahn und weitere 100 warten noch auf ihre Bemalung. Nach 4 Jahren Bauzeit war mein Speedway 66 nun endlich fertig gestellt und jetzt begann der finale Part, auf welchen ich mich schon seit Dezember 2009 gefreut habe. Endlich konnte ich die ersten Fotos machen. Mit meiner Digitalkamera war ich immer sehr zufrieden. Doch die Bildqualität entsprach diesmal nicht meinen Vorstellungen. Es fehlte die entsprechende Schärfentiefe. Nach einigen Recherchen war klar, ich brauchte eine Spiegelreflexkamera mit passendem Objektiv, um durch die manuelle Blendeneinstellung die Schärfentiefe zu steuern. Voller Freude ging ich mit meiner neuen Kamera, einer Canon EOS 700 D, ans Werk und jetzt hatten meine Slotracing-Bilder endlich die Qualität, welche mich zufrieden stellte.